Arbeitsvertrag österreich wko

Der “zusätzliche” Betrag eines All-in-Vertrags, der zusätzlich zum tariflichen Mindestlohn gezahlt wird, muss die tatsächlichen Überstunden und die geleisteten Mehrarbeitsstunden ausgleichen. Wenn mehr Arbeitsstunden geleistet werden, kann der Arbeitnehmer eine Überstundenprämie für die Überstunden geltend machen, auch wenn ein “All-in”-Vertrag unterzeichnet wurde. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass diejenigen in stabilen, langfristigen Beschäftigungsverhältnissen in wesentlich höherem Maße von Lohnerhöhungen profitiert haben als diejenigen mit instabilen Beschäftigungsverhältnissen, von denen vor allem österreichische Staatsangehörige profitiert haben (Der Standard vom 26. Mai 2017). In Österreich fallen individuelle Arbeitsgesetze und arbeitsrechtliche Streitigkeiten, die über die Gerichtsbarkeit behandelt werden, in den Zuständigkeitsbereich der ordentlichen Gerichte. Im Vergleich zu diesen gerichtlichen Mechanismen im engeren Sinne spielen alternative Streitbeilegungsmethoden im Rechtssystem der individuellen Streitbeilegung des Landes keine herausragende Rolle. Bis zu einem gewissen Grad kann dies auf die ausgeprägte “korporatistische” Struktur der Arbeitsbeziehungen des Landes zurückzuführen sein. Im Falle eines individuellen Arbeits-/Arbeitsstreits wird sich der betroffene Arbeitnehmer – insbesondere wenn ein Betriebsrat im Arbeitgeberunternehmen abwesend ist – in der Regel entweder an die jeweilige Gewerkschaft (im Falle der Mitgliedschaft) oder an die AK (die für alle Arbeitnehmer des privaten Sektors obligatorisch ist) wenden, um Informationen, Beratung und – möglicherweise – Unterstützung in rechtlichen Verfahren einzuholen. Tatsächlich versuchen in den meisten Fällen von einzelindividuellen Arbeitsstreitigkeiten entweder die AK oder die Gewerkschaften zu intervenieren (durch Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber), um formelle Rechtsstreitigkeiten vor Gericht zu umgehen. Immer mehr Beschäftigte im öffentlichen Dienst (Vertragsbedienstete) unterliegen denselben Sozialversicherungsgesetzen wie Beschäftigte des privaten Sektors. In bestimmten Bereichen des Sozialschutzes unterliegen die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes (Beamte) besonderen Regelungen. Diese Regelungen unterscheiden sich je nach Arbeitgeber, d.h. Bund, Ländern, Kommunen, Österreichischen Bundesbahnen usw.

Was die Beamten gemeinsam haben, ist, dass sie weder durch Arbeitslosigkeit noch durch die Sozialversicherung abgedeckt sind. Vielmehr ergehen sie direkte Ansprüche gegenüber ihren Arbeitgebern. Im Rahmen der Rentenreform von 2004 werden die Bestimmungen der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmend für Beamte unter 50 Jahren (2005) gelten.

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